Sport & Co

Romantisch-witzige Ferienlektüre

0

Fotostory: Schmetterlingsgefühle in Cartagena

Sommer, Sonne, Ferien - und Langeweile? Da können wir weiterhelfen! Mit unserer romantisch-witzigen Fotostory vergeht die Zeit wie im Flug und die Langeweile ist vergessen!

Mit einem Ruck zieht Lisa die Vorhänge vor dem Fenster zur Seite. Strahlender Sonnenschein durchflutet das kleine Hostelzimmer in Cartagena de Indias in Kolumbien, das sie und ihre Freundin Julia bewohnen. Vier Tage sind sie schon hier und übermorgen geht es schon wieder nach Hause. Deshalb haben sie sich für ihren vorletzten Tag etwas besonderes vorgenommen: eine Bootstour zu den kleinen Inseln vor Cartagenas Küste, mit weißen Traumstränden, Palmen und klarem, türkisblauem Wasser.
Genau das flüstert Lisa jetzt auch Julia ins Ohr, die morgens nur schwer aus den Federn kommt. Und ihr Plan geht auf: Mit einem Satz springt Julia aus dem Bett, kramt ihren Bikini und ein leichtes Sommerkleid aus ihrem Koffer und verschwindet im Bad. Es dauert keine fünfzehn Minuten, und sie steht fertig mit ihrer Strandtasche über der Schulter in der Tür. „Kommst du?“, fragt sie ungeduldig.

Wenig später schlendern Lisa und Julia am Hafen entlang zu dem Steg, an dem das Boot vertaut liegt. „Hast du die zwei Jungs hinter uns gesehen?“, fragt Julia kichernd.

„Jungs? Nein, wo?“, gibt Lisa zurück und will sich umdrehen, doch Julia hält sie zurück. „Guck doch nicht! Das ist voll auffällig.“
„Aber wie soll ich denn sonst ... “
„Hey“, unterbricht sie eine tiefe Stimme. Lisa und Julia drehen sich um und sehen sich den Jungs gegenüber, die Julia aufgefallen sind. „Wir haben mitbekommen, dass ihr deutsch sprecht“, sagt einer von ihnen grinsend. „Und da dachten wir, endlich mal wieder jemand, mit dem man sich richtig unterhalten kann.“ Sie stellen sich als Marc und Philipp vor, und es stellt sich heraus, dass sie dasselbe Boot gebucht haben wie Lisa und Julia. Kurzerhand wird beschlossen, den Tag zusammen zu verbringen. Als sie endlich an Bord gehen dürfen, suchen sie sich also gemeinsam Plätze im hinteren Teil. Sobald sie sitzen, holt Marc eine Kamera aus seinem Rucksack. „Oh, du hast eine Spiegelreflexkamera!“, stellt Lisa fest. „So eine wünsche ich mir auch schon lange. Darf ich mal?“
„Klar!“ Marc erklärt ihr die wichtigsten Funktionen, dann knipst Lisa drauflos: Sie macht Fotos von der malerischen Küste, an der sie kurz darauf entlangtuckern, von Julia und Marc, die sich wirklich gut verstehen, und von Philipp, der ihr insgeheim wirklich gut gefällt.

Als das Boot schließlich in einer kleinen Bucht hält, will sie die Kamera gar nicht mehr aus der Hand geben, doch Julia überredet sie, mit in das glasklare Wasser zu springen. Marc und Philipp haben sogar Schnorchel und Flossen dabei.

Philipp leiht seinen Schnorchel Julia, und sie und Marc tauchen ab, um die bunten Korallenriffe zu erkunden. Lisa und Philipp liefern sich derweil eine Wasserschlacht, bei der es Lisa sogar immer wieder schafft, Philipp unterzutauchen.

Nach dem sechsten Mal hebt er die Arme. „Ich ergebe mich!“, sagt er lachend und nach Atem ringend. „Lass uns noch ein bisschen sonnen.“ Lisa ist einverstanden. Es dauert nicht lange, da kommen auch Marc und Julia aus dem Wasser und setzen sich zu ihnen. „Wie lange bleibt ihr eigentlich noch hier?“, fragt Lisa.
„Drei Tage. Am Montag fliegen wir wieder zurück“, antwortet Marc. „Und ihr?“ „Unser Rückflug geht schon übermorgen.“
„Schade. Aber das heißt für uns: Wir müssen aus eurem letzten Tag das Beste rausholen! Treffpunkt morgen um elf Uhr an der Plaza de los Coches?“, fragt Philipp. Lisa grinst. „Einverstanden!“

Am nächsten Vormittag stehen Lisa und Julia wie verabredet mitten auf dem Plaza de los Coches und schauen sich suchend um. Von Marc und Philipp ist nichts zu sehen. „Meinst du, sie haben es sich anders überlegt?“, fragt Julia.
„Bestimmt nicht“, beruhigt Lisa sie. „Die kommen bestimmt gleich. ... Oh, schau mal! Ich liiiiebe diese bunten Kleider!“ Sie deutet auf eine Kolumbianerin in einigen Metern Entfernung, die Obst verkauft, und zieht Julia am Arm in ihre Richtung.
„Excuse me“, spricht sie die Frau an. „Would you mind if we’d take a picture with you? (Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn wir ein Bild mit Ihnen machen?)
Die Frau hat nichts dagegen, also drückt Lisa einer Passantin ihr Smartphone in die Hand. Auf „3 ... 2 ... 1 ... Cheeeese!“ strahlen alle drei in Richtung Kamera.

Im nächsten Moment hält jemand Julia die Augen zu. „Na, wer bin ich?“ „Marc!“, ruft sie erfreut, „Ich dachte schon, ihr kommt nicht mehr.“ Gemeinsam machen sich die vier auf zu einem Spaziergang durch Cartagenas farbenfrohe Gassen mit den hübsch verzierten Balkonen und Ständen an fast jeder Hausecke. Auch Julia und Marc gehen schon bald Arm in Arm nebeneinander her und schauen sich tief in die Augen.

Ganz anders halten es Philipp und Lisa. Sie unterhalten sich angeregt über dies und jenes, bis sie auf das Thema Fotografie zu sprechen kommen. „Ich spare schon ein Jahr lang auf eine eigene Spiegelreflexkamera“, erzählt Lisa. „Wie machst du denn jetzt deine Bilder?“ Lisa zieht ihr Handy aus der Hosentasche und macht einen Schnappschuss von ihm. „So!“

Lachend biegen sie um eine Straßenecke. Zwei Häuser weiter die Straße entlang entdeckt Philipp einen Fahrradverleih. „Lust auf eine kleine Spritzfahrt?“, fragt er. Lisa wirft einen Blick zurück über die Schulter. Julia und Marc scheinen ganz in ihrer eigenen Welt zu schweben. „Okay“, stimmt sie zu. Sie folgt Philipp über die Straße, wo er bei einem älteren Herrn mit weißen Haaren und faltigem Gesicht ein Fahrrad mietet. „Und ich?“, fragt Lisa „Du fährst bei mir mit“, sagt Philipp und klopft auffordernd auf den Lenker. Er hilft ihr beim Aufsteigen und tritt in die Pedale, wobei er Schlangenlinien fahrend versucht, das Gleichgewicht zu halten.

Laut lachend und quietschend klammert sich Lisa am Lenker fest. Das macht auch Julia und Marc auf die beiden aufmerksam. „He, wo wollt ihr denn hin?“, ruft Julia und sprintet ihnen hinterher, Marc dicht hinter ihr.
„Immer der Nase nach“, ruft Lisa zurück. Plötzlich bremst Philipp ab.
„Was ist los?“, fragt Lisa.
Er deutet auf die Häuserwand neben ihnen, an der Sommerhüte in allen Farben und Formen hängen. „So einen suche ich schon die ganze Zeit“, sagt er und setzt sich einen der Hüte auf. „Und?“
„Sieht gut aus. Aber setz auch mal den hier auf.“ Lisa drückt ihm einen großen Sombrero in die Hand.
Als Julia und Marc bei den beiden ankommen, sind sie schon dabei, einen Hut nach dem anderen aufzuprobieren. Philipp zieht dabei lustige Grimassen und posiert übertrieben vor Lisa, die mit ihrem Smartphone ein Foto nach dem anderen macht. „Die schickst du mir aber alle“, fordert er. „Klar!“

So vergeht der Nachmittag. Sie albern herum, bestaunen Cartagenas Sehenswürdigkeiten und machen massenweise Erinnerungsbilder. In einer Gasse entdecken sie sogar einen Karton, in dem fünf kleine Hundewelpen umhertapsen. Lisa ist hin und weg von einem braun-weißen Fellknäul, das sie am liebsten mit nach Hause nehmen möchte. Erst Julias Einwand „Denk an die Haustierallergie deiner Mutter!“ kann sie überzeugen, den Kleinen wieder in den Karton zu setzen, nachdem sie noch schnell ein Bild von sich und ihm geknipst hat.

Als Marcs Bauch schließlich ziemlich laut knurrt, fällt auch den anderen auf, dass sie seit dem Frühstück nichts mehr gegessen haben. Im Café del Mar, einem Café auf einer Plattform der alten Stadtmauer Cartagenas, haben sie Glück und ergattern den letzten freien Tisch. Von ihrem Platz aus haben sie sogar einen tollen Ausblick auf das Meer und den großen orangeroten Sonnenball, der langsam hinter dem Horizont verschwindet.
„Die Aussicht ist traumhaft“, stellt Julia fest. „Schade, dass wir morgen schon nach Hause müssen. Es ist so schön hier.“
„Ach, du willst nur wegen dem Meer und allem hier bleiben?“, scherzt Marc.
„Quatsch! Du weißt ganz genau, wie ich das meine.“

Bei erfrischenden, alkoholfreien Cocktails mit Kokosmilch und Limetten erzählen sie sich von ihren ersten Urlaubstagen, lassen die vergangenen zwei Tage Revue passieren und den Abend gemütlich ausklingen. Als Lisa und Julia sich schließlich schweren Herzens verabschieden wollen, bestehen Marc und Philipp darauf, noch ein Abschiedsfoto zu machen. Gemeinsam gehen sie noch einmal an den Strand zu deren Lieblingsstelle. Einem jungen Kolumbianer drücken sie Marcs Kamera in die Hand, damit er das Foto schießt.

Mit dem Bild im Kasten begleiten Marc und Philipp die Mädels zu ihrem Hostel. „Ich schicke es euch, sobald ich wieder zu Hause bin“, verspricht Marc, als sie vor dem Eingang ankommen. Verlegen stehen sie sich gegenüber. Die letzten beiden Tage waren viel zu schön, um sich einfach nur die Hand zu geben. Philipp macht schließlich den Anfang. Er zieht Lisa in eine feste Umarmung und gibt ihr spontan einen zarten Kuss auf den Mund. Auch Marc küsst Julia, bevor die Jungs die beiden Mädchen die Treppen hinauf verschwinden lassen. „Wir melden uns bald!“, rufen sie ihnen noch hinterher. Dann machen sich Lisa und Julia mit Schmetterlingen im Bauch ans Kofferpacken. Sie werden Marc und Philipp bestimmt bald wiedersehen.

Diese Themen könnten dich auch interessieren

YouTuber Julien Bam in seinem Video: „Eine Frage Der Perspektive 2"
Das Spiel beginnt: Die Stimmung ist ausgelassen und es werden viele Fahnen geschwenkt